Sie sind hier: Projekte/Aktionen ab 2011 Merschsee Januar: 2015: Totholzaktion am Merschsee  
 AB 2011 MERSCHSEE
2015 Fangbeschränkung für den Merschsee
2015 Fischbrut im Merschsee
2015 Uferschwalben am Merschsee
Januar: 2015: Totholzaktion am Merschsee
November 2014: Weg zum See fertiggestellt
Oktober 2014: Eisvogel am Merschsee
April 2014: Parkfläche
Februar 2014: Laichhilfen
September 2013: Flachzonen
September 2013: Eisvogelbrutwände am Merschsee
Juli 2013: Vorbereitende Arbeiten
Dezember 2012: Baumaktion Merschsee
September 2011: Pflanzaktion am Merschsee
Juli 2011: Neues Pachtgewässer- Merschsee
 PROJEKTE/AKTIONEN
2018: Bienenfreundliche Pflanzung
2018: Weihnachtsbäume als Laichhilfen
2017: Aalkorbkontrolle
2016: Hasetreffen mit MdL Renate Geuter
2016: Böschungsarbeiten Elberger See
2016 "Trockenangeln" in der Hase
2016: Arbeiten an Laichzone Altarm Bunnen
2014: Uferbefestigung Elberger See
Schutz des Europäischen Aals
2012 Vorstandssitzung in der Hase
ab 2011 Merschsee
2010: Natur sportlich erleben
2009: Haseauen - Erlebnispfad
Wohltätigkeitsangeln
2010: Infoabend zum Wels

TOTHOLZAKTION AM MERSCHSEE

Pressebericht Januar 2015(Text u. Fotos: Thomann)

Weihnachtsbäume als Laichhilfen zweckentfremdet

Löninger Angler schaffen neue Lebensräume am Merschsee -

Die vorerst letzte größere Umweltaktion zur ökologischen Aufwertung des Merschsees startete eine Arbeitsgruppe des Fischereivereins Löningen. Seit April 2015 darf der See in einigen Bereichen beangelt werden. Schnell hat sich gezeigt, dass das noch junge Gewässer bereits über einen guten, natürlich gewachsenen Fischbestand verfügt. Neben den häufig vorkommenden „Weißfischen“ wie Rotauge, Rotfeder und Brassen wurden konnten etliche stattliche Karpfen, Hechte und Zander gefangen werden.

Nach dem Anlegen von Flachbereichen, der Strukturverbesserung durch Totholz sowie dem Bau von Eisvogelbrutwänden wurden jetzt erneut größere Mengen von Schnittholz und sogar ganzen Bäumen in Flachbereichen des Sees versenkt, um hier für Fische und Kleintiere bessere Lebensmöglichkeiten zu bieten. Neben vielfältigen Lebensräumen und Unterstandsmöglichkeiten für Fische und Kleintiere dienen Zweige und Äste unter Wasser einigen Fischarten auch als Ablaichplätze. Besonders der Zander, neben dem Aal wohl der begehrteste und wohlschmeckendste heimische Fisch, benötigt zum Anlegen von sogenannten Zandernestern hartes Material wie Reisig, Äste oder Wurzelwerk. Er benötigt diese verästelten Strukturen, um seine Eier abzulegen, bis zu 150 000 pro Kilogramm Körpergewicht. Da die frisch geschlüpften Larven sehr lichtempfindlich sind, braucht die Brut dunkle, geschützte Bereiche für die erste Lebenszeit. Hervorragend geeignet als Laichhilfen sind hier ausgediente Weihnachtsbäume, bieten sie mit ihrem dichten Nadelbesuchs doch eine sehr große Oberfläche und Unterschlupfmöglichkeiten. Neben Weihnachtsbäumen aus dem privaten Bereich konnten hier auch die größeren Bäume von öffentlichen Plätzen, die dem Fischereiverein vom Löninger Gewerbeverein zur Verfügung gestellt worden waren, effektiv verwertet werden.

Kleineres Schnittgut wurde im Uferbereich zu einer Totholzhecke, einer sogenannten Benjeshecke, aufgeschichtet. Sie stellt eine sinnvolle Verwertungsmethode von abgeschnittenen Ästen und gleichzeitig eine Bereicherung für das Ökosystem dar.

Fakten:

Zander:

Der Zander ist der größte barschartige Raubfisch in den europäischen Gewässern. Ausgewachsene Exemplare des Zanders können eine Größe von über einem Meter erreichen. Die Lebenserwartung des Zanders beträgt etwa 15 Jahre. Er bevorzugt trübe, nährstoffreiche Gewässer mit festem Grund. Im Gegensatz zum Hecht jagt er in der Dunkelheit und Dämmerung eher kleinere Beutefische. Die Fortpflanzungszeit fällt etwa in die Monate April/Mai.

Benjeshecke:

Der Begriff für solch eine Feldhecke aus Buschwerk geht auf den Landschaftsgärtner Hermann Benjes zurück. Im Laufe von Jahren erwacht eine Totholzhecke zu neuem Leben. Viele Lebewesen erobern diesen Kleinlebensraum und machen sich an die Zersetzungsarbeit. Die Holzaufschichtung beginnt zu verrotten und fällt dadurch zusammen. Durch Vögel ausgeschiedene Samen beginnen hier zu keimen und schaffen eine neue, lebende Gebüschhecke, die vielen Tieren einen Lebensraum bietet.




 

Einbringen von Totholz in den Merschsee

 



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