Sie sind hier: Projekte/Aktionen ab 2011 Merschsee Mai 2020: Bruthilfe für Eisvogel  
 AB 2011 MERSCHSEE
Mai 2020: Bruthilfe für Eisvogel
2019 Pressetext
2015 Fangbeschränkung für den Merschsee
2015 Fischbrut im Merschsee
2015 Uferschwalben am Merschsee
Januar: 2015: Totholzaktion am Merschsee
November 2014: Weg zum See fertiggestellt
Oktober 2014: Eisvogel am Merschsee
April 2014: Parkfläche
Februar 2014: Laichhilfen
September 2013: Flachzonen
September 2013: Eisvogelbrutwände am Merschsee
Juli 2013: Vorbereitende Arbeiten
Dezember 2012: Baumaktion Merschsee
September 2011: Pflanzaktion am Merschsee
Juli 2011: Neues Pachtgewässer- Merschsee
 PROJEKTE/AKTIONEN
2019: Pflanzung von Immerblühenden Mandelweiden
2019: Blühstreifen und Totholzhecke
2018: Bienenfreundliche Pflanzung
2018: Weihnachtsbäume als Laichhilfen
2017: Aalkorbkontrolle
2016: Hasetreffen mit MdL Renate Geuter
2016: Böschungsarbeiten Elberger See
2016 "Trockenangeln" in der Hase
2016: Arbeiten an Laichzone Altarm Bunnen
2014: Uferbefestigung Elberger See
Schutz des Europäischen Aals
2012 Vorstandssitzung in der Hase
ab 2011 Merschsee
2010: Natur sportlich erleben
2009: Haseauen - Erlebnispfad
Wohltätigkeitsangeln
2010: Infoabend zum Wels
2000/2001: Teich in Ehren

BRUTHILFE FÜR EISVOGEL
 

Löninger Fischer unterstützen den Eisvogel
- Vierte Aktion verschafft dem Eisvogel weitere Brutmöglichkeiten -

Zu einer weiteren Aktion für den Charaktervogel des Fischereivereins Löningen, den Eisvogel, trafen sich Mitglieder unter Leitung des Vorstandsmitglieds Markus Schomaker und des Löninger Ornithologen Hermann Dirks am Baggersee in der Münzebrocks Mersch. Für einen Teil der Uferflächen des Merschsees wurde den Löninger Anglern seit 2011 ein Befischungsrecht eingeräumt, der Verein hat dafür die Pflege und Kontrolle über dieses Gebiet übernommen.

Mittlerweile ist das die vierte Bruthilfe, die der Verein für den Eisvogel geschaffen hat. Nach einem Biotop an der Hase, an seinem vereinseigenen Teich in Ehren und einer ersten Bruthilfe an diesem See im Jahr 2013 wurden jetzt geeignete Steilwände abgestochen, in denen der Vogel seine ca. 50 bis 80 cm tiefen Brutröhren anlegen kann.
Auch wenn viele Menschen noch nie einen Eisvogel gesehen haben, an der Hase und ihren Nebengewässern kommt er noch regelmäßig vor. Auch für den Merschsee gibt es Brutnachweise.
Insbesondere strenge Winter führen regelmäßig zu starken Bestandseinbrüchen; die Sterblichkeitsrate kann dann bei über 80 Prozent liegen. Die Natur hilft sich hier aber selbst: Um die hohen Verluste ausgleichen zu können, überlappen sich bei Eisvögeln oft die Bruten – man spricht hier von Schachtelbruten. Noch bevor die Jungvögel der vorhergehenden Brut flügge sind, legt das Weibchen in einer zweiten Brutröhre Eier und beginnt diese zu bebrüten, während das Männchen die Nestlinge aus der vorherigen Brut füttert. Da es jetzt allerdings allein für die Jungvögel die Nahrung heranschaffen muss, bedeutet das: Fischen im Akkord! Auf diese Weise können drei statt zwei Jahresbruten durchgeführt werden und Verluste nach besonders harten und verlustreichen Wintern besser ausgeglichen werden.
Da die letzten Winter sehr mild und Nahrungsgewässer, aus denen er pfeilschnell im Sturzflug vor allem kleinere Fische erbeutet, kaum zugefroren waren, kann der gegenwärtige Bestand sogar als gut bezeichnet werden.
Auch die Totholzaktionen, die an diesem Gewässer von den Anglern mehrfach durchgeführt wurden, haben dem hübschen Vogel geholfen. So bieten ihm die ins Wasser gelegten Bäume Ansitzmöglichkeiten, von denen aus er seine Beute machen kann.
In Deutschland gilt der Eisvogel nach dem Bundesnaturschutzgesetz als „streng geschützte Art“. Amtliche Quellen schätzen der Bestand in Deutschland derzeit auf etwa 5.600 bis 8.000 Brutpaare.
Text und Fotos: Rudolf Thomann




 
Markus Schomaker(links) und Hermann Dirks(rechts) beim Erstellen der Eisvogelsteilwand
Hier kann der Eisvogel einziehen.



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