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HASETREFFEN MIT MDL RENATE GEUTER
 
Ortstermin an der Hase: der Vorsitzende des Fischereivereins Rudolf Thomann (3.v.re.), Peter Wietstock (re.) und Bernd Landwehr vom Landesfischereiverband Weser-Ems (3.v.Li,) erläuterten der SPD-Abgeordneten Renate Geuter und dem Kreistagsabgeordneten Detlef Kolde (Mitte) gemeinsam mit Geschäftsführer Manfred Kramer (2.v.re.) und Ralf Jaspers vom NLWKN (li.) ihre Forderungen.



MT-Artikel vom 30.11.2016

Große Lösung oder schon kleine Schritte ?

- Angler fordern Kampf gegen Sohlenerosion und Anheben des Wasserstands / MdL Geuter will sich einsetzen -

Kleine und vor allem aber rasche Schritte gegen die zu hohe Fließgeschwindigkeit der Hase fordert der Fischereiverein Löningen. Er verweist auf ein Pilotprojekt des NLWKN in Haselünne. Nach vielen Jahren vergeblichen Einsatzes für ihr Anliegen intensiviert der Fischereiverein Löningen jetzt seine Bemühungen, im Kampf gegen den sich immer weiter verschlechternden Zustand der Hase Verbündete zu gewinnen.
Als ersten Schritt hatten die Verantwortlichen des Vereins jetzt die Landtagsabgeordnete und Haushaltsexpertin der SPD-Fraktion im Landtag, Renate Geuter, eingeladen. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Rudolf Thomann standen auch Ralf Jaspers, Cloppenburg, vom Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie Manfred Kramer von der Hasewasseracht Rede und Antwort.
Die Hase leide unter einer sehr starken Strömung, Sandtrieb durch Sohlenerosion und massiven Böschungsabbrüchen. Die Höhendifferenz zwischen Gewässersohle und Böschungsoberkante werde immer größer, so Thomann. So habe sich der Fluss zwischen 1962 und 1992 im Bereich der Schelmkapper Brücke in Löningen um fast zwei Meter eingetieft mit seitdem weiter steigender Tendenz. Wie sehr die Fließgeschwindigkeit zugenommen habe, zeige auch die von 1909 bis heute zwischen Löningen und Essen von 18 auf elf Kilometer gesunkene Fließstrecke, ergänzte Jaspers.
In den Ausführungen der Beteiligten wurden unterschiedliche Lösungsansätze deutlich. Während Jaspers für die große Lösung, das heißt für das Umsetzen des im September 2017 fertiggestellten Ausbaukonzepts der gesamten Hase aussprach, forderten Thomann und auch Kramer sofortige Schritte. „Wir planen uns zu Tode, die Umsetzung muss jetzt kommen“, so Kramer. Auch Thomann betonte, dass es etliche Maßnahmen gebe, die unter allen Beteiligten unumstritten seien und ohnehin Teil des geplanten großen Maßnahmenkatalogs würden.
Er verwies dabei auf ein Pilotteilstück zwischen Haselünne und Lehrte. Hier hätten die NLWKN-Mitarbeiter u.a. ausgewachsene Bäume als Totholz in die Hase gelegt und am Ufer befestigt. Sie sollen für Verwirbelungen sorgen und die Strömung umlenken. Weitere Stammhölzer dienen als Sohlschwelle – sie sollen die Fließgeschwindigkeit bremsen und vor allem der Vertiefung des Flussbettes entgegenwirken.
Solche Maßnahmen, wie auch der Einbau von Sohlschwellen zum Heben des Mittelwasserstandes, seien schon jetzt sofort möglich und ein erster Schritt, betonte Thomann.
Der Verein zahle im Gegensatz zu anderen Nutzern, wie Boots- und Floßfahrern, für die Hase eine Jahrespacht von ca. 3000 Euro. Das „Nutzen“ wird allerdings wegen der hohen Böschungsabbrüche, besonders auch für Ältere und Gehbehinderte, immer schwieriger, z.T. sogar gefährlich. Sehr viele Mitglieder verzichteten mittlerweile in der Hase auf das Angeln auf Aal in der Dunkelheit, da die Sturzgefahr einfach zu groß ist.
Sie könne und wolle nichts versprechen, reagierte Renate Geuter. Für sie seien die Forderungen richtig. „Hier kann man nicht mehr tatenlos zusehen. Es muss so schnell wie möglich etwas passieren“. Es sei wichtig, den Finger immer wieder in die Wunde zu legen. Sie werde sich beim zuständigen Umweltministerium für finanzielle Mittel für die Hase im Kreis einsetzen.




 



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