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AALBESATZ

Pressebericht Juni 2020

8000 EURO für Aale in Löninger Gewässern
- Über 30000 Jungaale stützen den Aalbestand -

Wie in jedem Jahr hat der Fischereiverein Löningen auch jetzt wieder 8000 Euro allein für den Aalbesatz aufgewendet. Das sind etwa 70 % des gesamten Fischbesatzes für das laufende Jahr. Mit 126 Kilogramm vorgestreckten Aalen wurden die Löninger Gewässer besetzt, das entspricht einer Gesamtzahl von über 30000 Tieren. Wie seit einigen Jahren wird auch im Jahr 2020 wieder der Besatz aus Landes- und EU-Mitteln zu 60 % bezuschusst, um der Gefährdung des Aalbestandes entgegenzuwirken.

Schon seit vielen Jahren versucht auch der Löninger Verein, den Bestand dieses mittlerweile im Bestand bedrohten Fisches massiv zu stützen. In den letzten 10 Jahren wurden allein für den Besatz mit vorgestreckten Aalen, sog. Farmaalen, knapp 64000 Euro aufgewendet. Der Begriff „Farmaale“ ist etwas irreführend. Aale können nach wie vor nicht gezüchtet werden, sondern wandern nach dreijähriger Reise von der Sargassosee vor der Küste Mittelamerikas als Glasaale an die europäischen Küsten. Hier werden sie gefangen und für Besatzzwecke in Fischfarmen auf ein Gewicht von ca. 4 Gramm „vorgestreckt“.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Besatz geeigneter Gewässer mit Jungaalen die wirksamste Maßnahme ist, um den Fortbestand der Aalbestände in Europa zu sichern. Die EU-Aalverordnung sieht vor, große Anteile des Glasaalaufkommens für Besatzmaßnahmen innerhalb Europas zu reservieren. Das Land Niedersachsen fördert auch 2020 den Aalbesatz mit Landes- und EU-Mitteln, um die Abwanderungsrate von geschlechtsreifen Aalen, sog. Blankaalen, zurück in die Sargassosee aufrecht zu erhalten und möglichst zu steigern.
72 Vereine des Landesfischereiverbands Weser-Ems haben in den letzten Tagen 3,7 t vorgestreckte Aale mit einem durchschnittlichen Gewicht von 4 Gramm in ihre Gewässer gesetzt. Dafür wurden über 230.000 Euro aufgewendet.
Der Fischereiverein Löningen hofft, durch diesen erheblichen Kosteneinsatz den Aalbestand in den Löninger Gewässern zu stabilisieren, so dass ein großer Teil der Aale nach etwa 8 bis 15 Jahren als Blankaale den beschwerlichen Weg durch den Atlantik zur Sargassosee antreten kann. „Natürlich möchten die Löninger Angler auch Aale fangen“, betont der Gewässerwart Uwe Engfer. “Aber bei einer durchschnittlichen jährlichen Fangquote in unseren Vereinsgewässern von 500 bis 800 Aalen pro Jahr ist das nur ein sehr geringer Prozentsatz des jährlichen Besatzes von gut 30000 Tieren.“
(Text und Fotos: Rudolf Thomann)




 
Die Jungaale werden für die einzelnen Gewässer abgewogen.
Die Anlieferung wird vom Verbandsgewässerwart Bodo Zaudtke organisiert.



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